Struktur dieser Menüseite:


-   Begrüßung + Foto vom  aktuellen Vorstand
 -   Der aktuelle Vorstand / Neue Pläne
 -   Mitglied werden / Mitgliedsantrag
 -   Kleine Geschichte des Fördervereins /Aufgaben
 -   Das Heimatmuseum, Allgemeines
 -   Kleine Geschichte des Heimatmuseums
 -   Komm, lass uns ins Museum gehen
     Was es zu sehen gibt, einige Fotos aus dem 
     Museum
-   Vertiefung gefällig? - Unser PC-Programm im EG : Eine Übersicht
 -  Jubiläumsdoppelseite der Heiligenhafener Post
    vom 24.02.2021:
    40 Jahre Förderverein (Originaltexte und Fotos)


 Jeweils herunterscrollen  !

Moin Moin und herzlich willkommen auf der Webseite des Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur in Heiligenhafen e.V.!

 

 

Am Fuße des Kirchberghügels wurde 1904 das Jugendstil-Haus für die Städtische Kreissparkasse in der Altstadt errichtet und seit 1992 beherbergt es das Heimatmuseum. Auf den zwei Etagen erwartet die Besucher eine abwechslungsreiche Ausstellung zu den Themen: Stadtgeschichte, Hafen, Seefahrt, Fischerei und Badeleben in seinen Anfängen. Kapitäns-, Schiffsbilder und -Modelle wie auch die Navigationsinstrumente und Fossilienfunde begeistern unsere Besucher. Geschichten, die sich hinter einzelnen Exponaten verbergen, sind anschaulich beschrieben, z.B. Wie funktioniert die Steinfischerei oder was verbindet Theodor Storm mit Heiligenhafen?
 Der Förderverein, der zurzeit über 160 Mitglieder hat, unterstützt die städtische Leitung bei der Gestaltung des Museums und darüber hinaus engagiert sich der Vorstand und weitere Helfer/innen für kulturelle Veranstaltungen rund um das Heimatmuseum und in der Stadt Heiligenhafen.


Der Vorstand hat neue Pläne ! 


Der im Februar 2019 gewählte Vorstand will neue Akzente setzen. Das Museum soll weiterentwickelt werden, und unter Anderem soll das mediale Zeitalter bei uns Einzug halten. 
Über die schon bekannten Winterabenden (Klassik- und Folkkonzerte) hinaus gibt es seit Herbst 2019 ("Startballon") eine neue Reihe über das Sommerhalbjahr mit mehreren Jazzmatineen an Sonntagvormittagen.

Zum Foto oben:
Vorstandsmitglieder von links nach rechts:

Axel Schröder-Wangen,
Stellvertretender Vorsitzender
Christine Kramm, Beisitzerin
Marianne Altwicker, Beisitzerin
Birgit Neumann, Beisitzerin
Uda Grimm, Schriftwartin
Dr. Thomas Haller, Kassenwart
Dr. Jürgen Johansson, 1. Vorsitzender


Mehr zu den kulturellen Veranstaltungen ist unter dem Menüpunkt "Kulturprogramme" zu lesen!

Mitglied werden:

Sie interessieren sich für unseren Verein?Genießen Sie die Vorteile einer Mitgliedschaft:
- ermäßigte Eintrittspreise für alle 
  Veranstaltungen
- Informationen aus erster Hand zu allen 
   Veranstaltungen und Ausstellungen
- Möglichkeit zur Mitarbeit
- Einladung zum Neujahrsempfang
- Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie 
   die kulturelle Arbeit rund um das 
   Heimatmuseum
- Schon für 25,- € /Jahr sind Sie dabei!

Drucken Sie sich den Mitgliedsantrag aus und schicken ihn ausgefüllt an:
Förderverein für Heimatmuseum und Kultur in Heiligenhafen e.V.
Thulboden 11a, 23774 Heiligenhafen

oder einscannen und per Mail an den Administrator dieser Seite schicken an:
Axel Schröder-Wangen, stellv.Vorsitzender unter

famsw@t-online.de
.....
Oder dort einen Antrag anfordern!

Kleine Geschichte und die Aufgaben des Fördervereins

für Heimatmuseum und Kultur in Heiligenhafen e.V.

 

Geschichte

1981 - Gründung unter dem Namen „Verein zur Förderung des Carl-Bütje-Museums, e. V.“
Damalige Hauptaufgaben: Werben von Mitgliedern, Ausbau der Museumsabteilungen,  Suche nach einem neuen Haus wegen räumlicher Enge des alten Museums.

1990-1992 - Umbau und Einrichtung des Jugendzentrums Heiligenhafen, Thulboden 11, zur Nutzung des Heimatmuseums in Kooperation mit der Stadtverwaltung unter tatkräftiger Führung des Vereinsvorstandes.

1992 - Einweihung des Hauses und Namensänderung des Vereins.

Seither - Mehrfacher Wechsel bei den Vorstandspositionen, stets nach Wahlen in den jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen des Vereins.

 

Aktuelle Aufgaben des Vereins

a) im Sommerhalbjahr (April bis Oktober)

Kooperation mit der Museumsleitung auf allen Ebenen und in allen Bereichen wie z. B.

- Ehrenamtlicher Museumsdienst zu den offiziellen Öffnungszeiten durch Mitglieder des Vereins
- Finanzielle und personelle ehrenamtliche Hilfe bei Ausstellungen, Führungen, 
  museumspädagogischen Aktivitäten und Neuerwerbungen für das Museum
- Mitgestaltung von Vernissagen, internationalem Museumstag, Museums- und Kulturnacht
- Mitwirkung bei anderen Sonderveranstaltungen

b) im Winterhalbjahr (November bis März)

     Durchführung eigener „Winterabende“, d.h. künstlerisch herausragender kultureller            
     Veranstaltungen, überwiegend Konzerte in kleiner Besetzung.
c) Planung und Durchführung von Jazzmatineen ab 06.10.2019 und dann immer in den Monaten 
     April bis Oktober

 

Mehrfach öffentliche Ehrung und Auszeichnungen für den Förderverein

Januar 2009 - Verleihung des „Danke-Wappens“ durch die örtliche CDU „für die wichtige Kulturarbeit des Vereins“

Dezember 2011 - Auszeichnung durch den Kreis Ostholstein mit dem Kreiskulturpreis in Anerkennung der Verdienste um die Pflege der Heimatkunde und die Belebung des kulturellen Angebots in Heiligenhafen

2015 - Verleihung der Ehrennadel des Kreises Ostholstein an die langjährige Erste Vorsitzende des Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur in Heiligenhafen e .V Hildegard Kunow

Das Heimatmuseum

1. Öffnungszeiten:

01. April bis 31. Oktober
Dienstag bis Freitag und Sonn- und Feiertage
sowie zwischen Weihnachten und Silvester
15:00 - 17:00 Uhr, die genauen Öffnungstage
werden rechtzeitig bekanntgegeben!
Für Gruppen und für Führungen auf Anfrage!

2. Eintritt:

Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Heiligenhafen  vom 27.06.2019
ist der Eintritt in unser Heimatmuseum ab 01.04.2020  frei !         

Infos: Führungen für Gruppen und Schulklassen nach 
           vorheriger Vereinbarung.
           Familienangebote: Malen Puzzeln, Lesen, 
           Seminarangebote u.V.m.
           Ein stadtgeschichtlicher Film (20 Min.) des 
           Fördervereins sowie Dokumentationen über
           historische Themen können  auf dem PC im 
           Erdgeschoss des Museums angesehen werden.

Das Erdgeschoss ist auch für Rollstuhlfahrer erreichbar (Terrasseneingang).
                    

Kleine Geschichte des Heimatmuseums


Das Heimatmuseum wurde am 28.10.1955 als Carl-Bütje-Museum eingeweiht und  war bis 1992 im Dachgeschoss der Stadtbibliothek untergebracht. Der Landwirt Carl Bütje war ein fleißiger Sammler, der seine Funde, die er bei seinen Pflugarbeiten entdeckt hatte, dem Museum zur Verfügung gestellt hat. Ihm zu Ehren trug das Museum seinen Namen.  Die Besucher können interessante Spuren bis zurück zu den Ureinwohnern, die das Gebiet um Heiligenhafen besiedelt hatten, bewundern wie Steinwerkzeuge, Steinbeile, Klingen, Schaber, Pfeilspitzen und Dolche, die spannende Geschichten aus der Vergangenheit von Heiligenhafen erzählen. 
Auch Ernst Horn hat Fossilienfunde aus der letzten Eiszeit von vor über 20.000 Jahren gefunden und für das Museum zusammengestellt. Im Museum werden aber auch die Abenteuer der Fischer mit der traditionsreichen und bewegenden Seefahrer- und Hafengeschichte der Stadt erzählt.
Am 01.04.1992 zog das Museum in das schöne Jugendstilhaus  der früheren Stadtsparkasse im Thulboden, das die Stadt schon früher erworben hatte und das zuvor als Jugendzentrum genutzt wurde.
 Die Trägerschaft des Heimatmuseums lag nun in der Hand der Stadt, weshalb es von da an Heimatmuseum Heiligenhafen hieß. Der Förderverein (s. oben „Über uns“) unterstützt die Stadt bei der Gestaltung und Organisation des Museums und initiiert weitere kulturelle Events unter dem Dach des Museums.

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Komm, lass uns mal ins Museum gehen!!!

Hier folgen ein paar erste Fotoeindrücke.....

Was gibt es denn dort zu sehen?

Aufbau und Struktur des Museums

EG: - Schifffahrt in Heiligenhafen
       - Flüchtlings und Internierungslager aus der 
          Nachkriegszeit
       - Video Geschichte von Heiligenhafen
       -  Viele Materialien zur Stadtgeschichte
       - Kasse, Ausschank, Flügel, Räumlichkeiten für 
         Konzerte u.a. Veranstaltungen, Ausstellungen
OG: - Modelle, Objekte zur Stadtgeschichte
        - Steine- und Fossiliensammlung
        -Büro
        - Möglichkeiten für Ausstellungen sind 
          angedacht
KG: Garderobe, WCs, Lagerräume

Angebote für Kinder und Familien

Das Heimatmuseum zeichnet sich durch Kinder-und Familienfreundlichkeit aus. In museumspädagogischen Aktionen, beim Malen, Musizieren, Puzzeln, Seemanns-knoten schlagen, Erkunden der Seesäcke, erleben Kinder das Museum mit allen Sinnen.  Spezielle museumspädagogische Angebote gibt es auch für Schulklassen! Sprechen Sie uns an !

              Vertiefungen gefällig? PC mit Dokumentationen im EG

                                                                                                  Hier folgt eine Übersicht zu den Dokumentationen: 
                                               Außerdem gibt es einen ca. 20 minütigen Film über die Geschichte und die Besonderheiten Heiligenhafens.

    Geschichte

1.  Das Heimatmuseum
     - Schwerpunkte der
        Ausstellungen
     - Dichter und Maler
     -  Hafen und Seefahrt
     -  Fischerei und
         Badeleben
     - Fossilien und Steine
 2.  Kökschenglocke
      - Rathaus mit Glocke, 
         kleine Abhandlung
3.  Flüchtlinge 1945
     Karte über Sperrgebiet
     Flüchtlinge in Heiligen-
     hafen
4.  Moritz Hartmann
     Heiligenhafen 1647
     Lebenslauf M. Hartmann
Ich bin erfahren, verlässlich sowie jederzeit auf gute Ergebnisse fokussiert und weiß es zu schätzen, mit großartigen Kunden zusammenzuarbeiten.

      Gewerbe

1.   Steinfischerei
      - in Heiligenhafen
      - auf Fehmarn

2.  Die Fachklinik
    - Geschichte
    - 1938 - 45 Kaserne
    - 1945 Lazarett
    - 1946 LKH Psych.Klinik
    - 2010 Ameos       
               (Privatisierung)
 

      Tourismus

1.     Eisenbahn
        - Geschichte
        - Bahnhof
        15.01.1898 1. Zug
        2605.1976 letzter
                            Zug

2.    Badewesen
       Enstehung und 
       Entwicklung
       1840 - 1960

        Kultur

1. Fritz Grasshoff
    (Sternsingerlied)
2. Hans Storm, Arzt in
    Heiligenhafen, Sohn von 
    Theodor Storm
3.  Kirch Novelle von
     Theodor Storm:
     Hans Und Heinz Kirch,           Schauplatz 
4. Theodor Storm
     Leben und Wirken,
     Schimmelreiter
5. Th. Storm in Grube
6. Wilhelm Jensen
    Schriftsteller:
    "Der Herr Senator",
    spielt in Heiligenhafen
     

Natürlich gibt es in unserem Heimatmuseum viel zu entdecken. Aber manches ist auch in die Jahre gekommen. Der Vorstand ist in Zusammenarbeit mit der Museumsleitung dabei, unter Mithilfe der Museumsberaterin und Kulturhistorikerin Frau Janssen aus Kiel, dem Museum ein neues Outfit zu geben. Das bedeutet viel Arbeit,  viele Diskussionen, Entwicklung neuer Ideen, Anpassung an das mediale Zeitalter und vieles mehr. Die Neuerungen werden auch hier auf unserer Website nach und nach dokumentiert.

Neues Museumskonzept: Die Fielmannstiftung hat die Finanzierung in 2020 für eine Erarbeitung eines neuen Museumskonzepts durch Frau Dr. Janssen übernommen. Das Konzept soll voraussichtlich im Spätsommer 2021 veröffentlicht werden.

40 Jahre Förderverein

für Heimatmuseum und Kultur in Heiligenhafen e.V.

Einstellung des Jubiläums-Artikels inklusiv der Fotos aus der Heiligenhafener Post vom 24.02.2021 erfolgt mit freundlicher Genehmigung  vom Autor Peter Foth von der HP. Ein Foto mit Genehmigung von Roland Mattern
Weitere Artikelmitarbeiter, die im Impressum genannt werden: Dr. Jürgen Johansson, Dr. Thomas Haller, Marianne Altwicker, Axel Schröder-Wangen und Petra Mischke (Museumsleiterin)

             Im Dienste der Kultur
       Fünf Vorsitzende prägten die Arbeit des
                               Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur                       

In den letzten 40 Jahren war es dem Förderverein für Heimatmuseum und Kultur in Heiligenhafen gelungen, das kulturelle Angebot in der Warderstadt mit der Förderung von Ausstellungen im Heimatmuseum und besonders mit Gestaltung der musikalischen Winterabende zu bereichern.
 
Doch wie fing alles an?  1955
Mit dem 650-jährigen Stadtjubiläum im Jahre 1955 wurde im Dachgeschoss der Stadtbücherei, im Pavillon am Kurpark, das „Carl-Bütje-Museum“ eröffnet.  Den Grundstock des städtischen Museums bildete die prähistorische Steinsammlung des Bauern und Hobbyarchäologen Carl Bütje (1882 - 1952). Dieser hatte beim Pflügen und Graben diese Schätze auf seinen Äckern gefunden und gesammelt.
Im Namen der Stadt Heiligenhafen waren Kurt Gröschke, Rudolf Babbe, Dr. Schmidt-Brüggen, Christof Kohrt und Gustav Röschmann die Förderer und Betreiber des neuen Museums.
Das Museum war jedoch viel zu klein für all die Schätze.

1981 - 1990
So wurde am 25.02.1981 der „Verein zur Förderung des Carl- Bütje- Museums e.V.“ gegründet. Bei der konstituierenden Sitzung im „Hotel Deutsches Haus“ wählten 22 Mitglieder den Vorstand: Karlhans Bütje, Ernst-August Rohde, Kurt Gröschke, Kurt Lorenz, Christian Boldt.  Bürgervorsteher Jens Schmütsch führte in seiner Ansprache aus, „das Museum in der Folgezeit so zu fördern, dass es als echter Spiegel Heiligenhafens Geschichte das Interesse der Einwohner und Gäste dieser Stadt findet.“ Aufgaben des Vereins waren:
„- anderweitige Unterbringung des Museums…- Verbesserung der Sicherung der Ausstellung… - Erweiterung der Ausstellungszweige Kunst, Schifffahrt, Fischerei, Handel und Handwerk… - Hinzunahme von neuen Zweigen wie Stadtentwicklung, Stadtgeschichte, Fremdenverkehrsgeschichte“ und Werbung neuer Mitglieder.
Nach Jahren der Suche wurde das damalige Jugendzentrum in der ehemaligen städtischen Spar- und Leihkasse im Thulboden 11 für geeignet gefunden.
 


1990 - 1996
Ein neuer Vorstand unter dem Vorsitz von Jörgen Heinritz sen., Ernst-August Rohde, Theo Spallek, Ursula Hermes und Otto Rohkohl engagiert sich seit 1990 außerordentlich für Planung, Umbau, Einrichtung und Führung des neuen Heimatmuseums. Der „Verein zur Förderung des Carl-Heinz-Bütje-Museums e.V.“ wurde umbenannt in „Förderverein für Heimatmuseum und Kultur e.V. in Heiligenhafen (vormals Carl-Bütje-Museum)“ Im März 1992 fand die langersehnte Eröffnung des Heimatmuseums in den neuen Räumlichkeiten im Thulboden 11 unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt.                                                                       
Ebenfalls wurde 1992 die Kulturwissenschaftlerin Petra Mischke von der Stadt als Museumsleiterin eingestellt. Sie leitet das Heimatmuseum bis heute. Die Aufgabe, die Heiligenhafener Stadtgeschichte aufzuarbeiten, um sie für die Nachwelt zu bewahren, war für den Heimatforscher und ehemaligen Lehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oldenburg, Jörgen Heinritz sen., eine Herzensangelegenheit. Seine Forschungsarbeit und das soziale Engagement um die Geschichte der Warderstadt würdigte Sozialminister Dr. Heiner Garg im Rathaus 2010 mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.   
1996 – 2015                                                                                        In schwierigen Zeiten übernahm Frau Hildegard Kunow, engagierte Musiklehrerin am Gymnasium Oldenburg, den Vorsitz im Förderverein und schaffte den Spagat zwischen Museumsleitung und Förderverein. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Jürgen Bahr, Wulf Marcus Theophile, Ursula Hermes und Antje Theophile. Einen großen Anteil am Erfolg hatten auch die Winterabende im Heimatmuseum, die inzwischen zu einem „Renner“ bei den kulturellen Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit geworden waren und vom Förderverein organisiert und finanziert wurden.
2011 konnten die Kulturförderer aus der Warderstadt im Februar nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Festakt feiern, jetzt wurde dem rund 200 Mitglieder zählenden Verein, wie der Bürgermeister in seinen Grußworten schon erwähnte, der Kreiskulturpreis überreicht. Die Auszeichnung war mit 1250 Euro dotiert, die der Förderverein, so die Vorsitzende Hildegard Kunow, gut gebrauchen könne. Herr Landrat Sager verwies in seiner Laudatio auf das vielschichtige Betätigungsfeld des Vereins, der ehrenamtlichen Museumsdienst leiste, finanzielle und persönliche Hilfen bei Ausstellungen, Führungen, museumspädagogischen Aktivitäten und Neuerwerbungen gewähre, den internationalen Museumstag, die Museumsnacht sowie die erfolgreiche Kult(o)urnacht unterstütze. Im Winterhalbjahr veranstalte der Verein unter dem Titel „Winterabende“ Lesungen, Vorträge und Konzerte, ganzjährig arbeite der Verein an der Digitalisierung alter Dokumente, selbst ein Film mit der Thematik „Heiligenhafen einst und jetzt“ sei produziert worden, fasste der Landrat zusammen. Zum Abschied von Frau Kunow, der „prägenden Dame am Klavier“, bedankte sich Dr. Thomas Haller 2015 mit den Worten: „19 Jahre Berg- und Talfahrt, bei der immer etwas Gutes herauskam.“
Während der 40jährigen Tätigkeit des Fördervereins haben viele Mitglieder in verschiedenen Funktionen im Vorstand oder in der Museumsarbeit mitgewirkt und können hier leider nicht alle genannt werden.
Die vierte Vorsitzende Anne Hasselmann
2015 – 2018
Als erst junges Vereinsmitglied übernahm Anne Hasselmann für drei Jahre den Vorsitz im Förderverein zusammen mit den erfahrenen Vorstandsmitgliedern. Unter ihrer Leitung wurden weiterhin Winterabende regelmäßig veranstaltet und die Vernissagen zu den Sonderausstellungen zusammen mit Frau Mischke organisiert. Ebenso wurden die bewährten Aktivitäten im Heimatmuseum wie die Sonderführung „auf den Spuren von Theodor Storm durch Heiligenhafen“ mit der Museumspädagogin, Dr. Hannelore Dudek, die auch museumspädagogische Programme für Schulklassen zu den jeweiligen Sonderausstellungen konzipierte, durchgeführt. Beliebt bei den Besuchern sind auch weiterhin die Fossilienbestimmungen mit dem Dipl. Geologen Johannes Jannsen „Donnerkeil und Klapperstein“ in den Räumlichkeiten des Museums, die vom Förderverein finanziert werden. 

Foto unten: 
Der amtierende Vorsitzende Dr. Jürgen Johansson und seine Vorgängerinnen Anne Hasselmann sowie Hildegard Kunow 
Jörgen Heinritz sen. (Foto links unten)         Karlhans Bütje (Foto rechts oben)
Fotos: Foth (4) Foto unten rechts: Heimatmuseum                  

           Förderverein setzt neue Akzente

     Neben den beliebten Winterabenden werden auch weitere    
                               Veranstaltungsreihen erarbeitet

2018 – heute                                                                                 
2018 übernahm Dr. Jürgen Johansson den Vorsitz. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Axel Schröder-Wangen (2. Vorsitzende), Dr. Thomas Haller, schon seit 20 Jahren im Vorstand, (Kassenwart), Uda Grimm (Schriftführerin), Beisitzerinnen sind: Birgit Neumann, Christine Kramm, Marianne Altwicker. 

Neben den traditionellen Veranstaltungen werden neue Akzente gesetzt wie Erstellung einer eigenen Webseite, die ständig aktualisiert wird und Aufbau einer digitalen Kommunikation mit den Mitgliedern des Fördervereins. Weiterhin wurden Jazzmatineen organisiert, die aber aufgrund der Corona Pandemie für 2020 bis auf den Startballon im Oktober 2019 und eine Jazzmatinee im September 2020 mit Viaggio Europeen Jazzband nahezu vollständig in die Zukunft verlegt werden mussten. 

An dem Monitor, der sich im Erdgeschoss des Museums befindet, kann ein stadtgeschichtlicher Film und Dokumentationen über verschiedene Themen des Museums aufgerufen werden. Sie wurden mit Unterstützung des Fördervereins erstellt und finanziert. Erste Kontakte zur Kulturwissenschaftlerin Dr. Stefanie Janssen, Mitarbeiterin der Fielmann-Stiftung, sind geknüpft, und der Vorstand hofft auf ein baldiges Ende der Pandemie, um an dem neuen Museumskonzept mitwirken zu können. Seit nun 29 Jahren arbeitet der Förderverein mit Frau Mischke als Museumsleiterin erfolgreich zusammen und er hofft, noch lange schöpferisch tätig sein zu können.

Foto unten

Uda Grimm, Dr.Jürgen Johansson, Birgit Neumann und Marianne Altwicker präsentieren das Programm der Winterabende und die neuen Flyer  Foto:Foth

Grußworte des Bürgermeisters und der Bürgervorsteherin
                                   zum 40jährigen Jubiläum
           des Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur in                                                              Heiligenhafen e. V.

 
Herzlichen Glückwunsch zum 40jährigen Jubiläum. 40 Jahre, das ist schon Anlass, einmal zurückzublicken. 
1981 wurde der „Verein zur Förderung des Carl-Bütje-Museums e.V.“ gegründet. Die Hauptaufgaben vor 40 Jahren waren das Werben von Mitgliedern, der Ausbau der Museumsabteilungen und die Suche nach einem neuen Haus wegen räumlicher Enge des alten Museums.
1990 bis 1992 wurde das ehemalige Jugendzentrum in Heiligenhafen zur Nutzung des Heimatmuseums in Kooperation mit der Stadt unter tatkräftiger Führung des Vereinsvorstandes umgebaut und eingerichtet. 1992 fand dann die Einweihung des Hauses in Verbindung mit der Namensänderung des Vereines statt.
2009 wurde dem Förderverein das „Danke-Wappen“ durch die örtliche CDU verliehen, 2011 kam die Auszeichnung durch den Kreis Ostholstein mit dem Kreiskulturpreis in Anerkennung der Verdienste um die Pflege der Heimatkunde und die Belebung des kulturellen Angebots in Heiligenhafen dazu. 2015 hat die langjährige 1. Vorsitzende des Fördervereins, Hildegard Kunow, die Ehrennadel des Kreises Ostholstein verliehen bekommen. Seit Februar 2018 gibt es einen neuen Vorstand unter der Leitung von Dr. Jürgen Johansson, der viele neue Pläne und Ideen hat, die in der Zukunft umgesetzt und gelebt werden sollen. Mit Spannung werden die Ideen im Rahmen der Konzeptstudie zur Neuausrichtung des Heimatmuseums erwartet, die durch die Fielmann-Stiftung begleitet und gefördert wird.
Die Aufgaben des Fördervereins sind sehr vielfältig. In Kooperation mit der Museumsleitung auf allen Ebenen und in allen Bereichen wie z. B. Führungen, museumspädagogischen Aktivitäten und Neuerwerbungen für das Museum, die Mitgestaltung von Vernissagen, der internationale Museumstag, Kult(o)urnacht und die Mitwirkung bei Sonderveranstaltungen - wer darf nicht fehlen: Der Förderverein! Auch die Winterabende von November bis März sind immer sehr  beliebt. Im vergangenen Jahr und auch in diesem Jahr gestaltete sich die Veranstaltungsreihe jedoch schwierig. „Corona“ hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem schauen wir positiv in die Zukunft und hoffen auf interessante Ausstellungen und Aktivitäten.
Kultur ist unzweifelhaft ein bedeutsames Anliegen. Denn Kunst und Kultur bereichert unser Leben. Sie spricht uns an, sie berührt uns emotional, sie vermittelt uns neue Einsichten, sie fordert uns heraus, unsere Welt mit anderen Augen zu sehen.
Wir möchten ganz herzlich gratulieren und Ihnen gleichzeitig für Ihr engagiertes Wirken unseren Dank aussprechen. Dank gebührt auch den Mitgliedern des Fördervereins, die nach Kräften die Arbeit der Museumsleitung unterstützen und die für die Kunst sowie unser Museum werben.
Mit den besten Wünschen für die Zukunft                                                                                 
  
gez. Petra Kowoll Bürgervorsteherin                                      gez. Kuno Brandt Bürgermeister

  

Herausragende Veranstaltungen

Konzerte, Lesungen, Vorträge und Sonderveranstaltungen: Förderverein ist breit aufgestellt

Der Verein organisiert seit Beginn seines Bestehens Konzerte, Vorträge, Lesungen und unterstützt Sonderausstellungen, die in der Hand der Museumsleiterin liegen. Im Rahmen der Winterabende finden vier Konzerte statt, bei denen klassische wie auch folkloristische Musik erklingt. Die Vorträge und Lesungen waren in den ersten Jahren auch Bestandteil des Programms, später übernahm diesen Bereich die Volkshochschule Heiligenhafen. Neuerdings gibt es auch im Sommerhalbjahr Jazzmatineen an Sonntagvormittagen, leider gab es Corona bedingt bisher nur zwei dieser Vorstellungen.
Sonderausstellungen haben vornehmlich im Sommerhalbjahr ihren Platz im Programm, es sind Kunstausstellungen zumeist von lokal ansässigen Künstlern, aber es wurde auch regelmäßig Raum bereitgestellt für die Präsentation städtischer Vereine (z.B. Feuerwehr, Spielmannszug, Gilde, Seenotretter). Auch Wanderausstellungen wie „Handwerker in SH von 1900 bis heute“ wurden aufgenommen. Regelmäßig gab es in früheren Jahren Ausstellungen von Schülern und Jugendlichen Heiligenhafens (Foto-AG des Jugendzentrums, Bilder von Schülern).
Über die Dauer von acht Jahren organisierten die Vorstandsmitglieder Antje und Wulf Marcus Theophile sowie Wolfgang Röhr Busreisen für Mitglieder und Interessierte zu Museen, Schlössern und Kirchen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Es ist natürlich keine leichte Aufgabe, hier besondere Veranstaltungen hervorzuhheben, denn es gab viele Veranstaltungen, die einmalig waren. Es wurden exemplarisch drei ausgewählt.
Bereits die zweite Sonderausstellung, die im neuen Museumsgebäude stattfand, machte Furore: „Gerhard R. Hauptmann – Heiligenhafener Bilder 1989 -1992“. Zahlreiche Ölbilder von Hauptmann fanden Einzug in die Räume des Museums, die sich besonders dadurch auszeichnen, dass sie anscheinend nebensächliche Teilmotive auf einzigartige Weise mit diversen Techniken herausstellen, was den Bildern eine besondere Eigenart verleiht. Der Künstler vermachte dem Museum als ständige Leihgabe auch ein Bild des Heimatmuseums sowie ein Portrait des Schriftstellers Theodor Storm. Gerhard Hauptmann lag das Heimatmuseum wohl sehr am Herzen, denn er spendete dem Förderverein auch einen größeren Betrag für einen Konzertflügel. Dieser begeistert bis heute Künstler und Zuhörer.
Ein weiteres Highlight war 2012 die großartige Aufarbeitung des Lebens und Wirkens des Heiligenhafeners Moritz Hartmann in einer Sonderausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Stadtkirche umgesetzt wurde. Ein besonderer Bezug ist in der Stadtkirche zu sehen: das Epitaph mit seiner Büste. Das Grab seiner Eltern befindet sich auf dem Kirchfriedhof neben dem Gedenkstein von Moritz Hartmann. Moritz Hartmann hatte sich Mitte des 17. Jahrhunderts in jungen Jahren von der venezianischen Marine anwerben lassen und im Mittelmeerraum in kriegerischen Aktionen gegen die Türken verdient gemacht. Ihm wurde das begehrte Abzeichen „Das Kreuz von St. Marco“ von der Republik Venedig verliehen. Hartmann ist auch eine großzügige Stiftung für arme Heiligenhafener Bürger zu verdanken, die bis zum Ende des 1. Weltkrieges bestand.

                                              
Als letzter Höhepunkt sei hier ein Beispiel genannt, das Winterabendkonzert im Januar 2019: Ein romantischer Musikabend mit Saxophon (dem Instrument des Jahres) und Klavier mit Sonia und Sergej Tcherepanov. Seit 2018 arbeitet der Förderverein gerne mit der Musikhochschule Lübeck zusammen. Ausgewählte Musiker der Hochschule wie die oben genannten, bereichern seitdem die Winterabende im Heimatmuseum.
Zu erwähnen ist abschließend noch, dass, wie in der Ära von Frau Kunow, auch in der neueren Geschichte des Fördervereins Jugendlichen der Musikwerkstatt Ostholstein Auftrittsmöglichkeiten zur Freude des Publikums verschafft werden.
BU
Restaurierter Gedenkstein an Moritz Hartmann auf dem Kirchfriedhof v.l.n.r. Altbürgermeister Heiko Müller, Museumspädagogin Dr.Hannelore Dudeck, Pastorin Elisabeth Caesar, Atbürgervorsteher Norbert Suhr
Foto: Foth
Winterabend Konzert mit Sonja (Saxophon) und Sergej Tcherepanov (Klavier) Fotos:Privat
 
 
Konzert der Musikwerkstatt Ostholstein im Heimatmuseum 2019

Der amtierende Vorstand hat neue Pläne


Förderverein will sich zukunftsfähig aufstellen / Veränderungen im Heimatmuseum werden begleitet
Der im Februar 2019 gewählte Vorstand des Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur will neue Akzente setzen. Das Museum soll weiterentwickelt werden, unter anderem soll das mediale Zeitalter Einzug halten. Angedacht sind hierbei begleitende Video- und Audiomaßnahmen zu einzelnen Teilen der Dauerausstellung sowie audiovisuelle Führungen durch das gesamte Museum. Zudem wird seit Sommer 2020 an einer neuen konzeptionellen Ausrichtung des Heimatmuseums gearbeitet, die von der Fielmann-Stiftung gesponsert wird.  
Wichtig sei auch ein informativer Kontakt zu den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung sowie Gespräche mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung. Begrüßt wurden auch Bemühungen um die Bereitstellung eines Magazins seitens der Stadt. 
Wie Dr. Johansson betonte, ist die gute Zusammenarbeit mit der Kirche, besonders mit Kantor Tim Weigardt, zukunftsweisend für weitere Veranstaltungen.
Über die schon bekannten Winterabende (Klassik- und Folkkonzerte) hinaus gibt es seit Herbst 2019 eine neue Reihe über das Sommerhalbjahr mit mehreren Jazz-Matineen und Sonntagsveranstaltungen.
Die Bekanntmachung von Museumsveranstaltungen durch den Tourismus-Service funktioniere schon recht gut, könne aber noch optimiert werden. Es sei auch ein Ziel des Vorstandes, die Pflege und ständige Aktualisierung der seit 2019 bestehenden Website (www.heimatmuseumheiligenhafen.de) zu verbessern.
 
Foto unten:
Foto Privat
 
Der amtierende Vorstand mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Axel Schröder-Wangen, den Beisitzerinnen Christine Kramm, Marianne Altwicker und Birgit Neumann, Schriftwartin Uda Grimm, Kassenwart Dr. Thomas Haller und dem 1. Vorsitzenden Dr. Jürgen Johansson.
 
 
Der Vorstand des Fördervereins dankt allen Mitgliedern und Besuchern der Veranstaltungen im Heimatmuseum für die langjährige, treue Unterstützung, sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen, Helfern und Sponsoren bei der erfolgreichen Arbeit zum Wohle des Museums.
Ein Dank geht auch an die HP für die regelmäßigen Berichterstattungen über die Arbeit des Fördervereins und für die Möglichkeit zur Veröffentlichung dieser Jubiläumsbeilage.
 

Schätze des Heiligenhafener Heimatmuseums


  

In exponierter Lage befindet sich das Heimatmuseum in dem Jugendstilgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche, dem Gemeindehaus und dem Salzspeicher, nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt. Zusammen mit den Konzerten in der Stadtkirche werden hier die kulturellen Höhepunkte direkt im Stadtzentrum veranstaltet.
Dieses Kleinod birgt in seinen Räumlichkeiten eine Dauerausstellung über 2 Etagen – verbunden durch ein schmuckes Treppenhaus –über viele Themen, wie Vor-, Früh- und Stadtgeschichte, Hafen, Badeleben, Seefahrt, Fischerei und eine Fossilien- und archäologischen Sammlung.
Hier zwei Geschichten berühmter Seefahrer:                                                                                 
Der gebürtige Heiligenhafener Hinrich Nissen (1862-1943) unternahm als Kapitän 1903 mit der Fünfmastbark „Potosi“, die im Museum als Gemälde zu sehen ist, acht Reisen um die südamerikanische Westküste. 1909 übernahm er das Kommando auf dem Fünfmastvollschiff „Preußen“, das im Modell von Gustav Gregor aus Lütjenbrode gebaut wurde und fuhr zweimal nach Südamerika. Am 06. November 1910 wurde die „Preußen“ vom Dampfer „Brighton“ gerammt und strandete trotz aller Rettungsversuche an den Klippen von Dover.
Die Heiligenhafener Reederei Kock und Maßmann transportierte mit den Dampfschiffen „Ingo“, „Ingraban“ und „Welle“ – im Museum als Halbmodelle zu sehen – Stückgut entlang der chinesischen Küste. Der Kapitän der „Ingraban“, Rudolf Maßmann, rettete 1898 sechs chinesische Hoheitsbeamte aus Seenot. Als Dank erhielt er die heute im Museum ausgestellte chinesische Seidenfahne. Die großen Schriftzeichen in der Mitte bedeuten „Gutes zu tun ist höchste Freude“. Man erzählt, wann immer der Kapitän die Fahne gehisst hatte, war er geschützt vor Piraten im chinesischen Meer.
Dichter und Maler                                                                                                                       
Theodor Storms Novelle „Hans und Heinz Kirch“ spielt in Heiligenhafen. Fotos und Dokumente erzählen von ihrer Entstehung (1881/1882). Ein Storm-Portrait von dem Heiligenhafener Maler und Grafiker Gerhard R. Hauptmann erinnert an den berühmten Dichter.   
Sein hier gebürtiger Dichterfreund Wilhelm Jensen (1837 - 1911) schrieb zahlreiche Romane und Gedichte. Heiligenhafen ist Schauplatz seiner Novelle „Der Herr Senator“ (1890).         Der Dichter und Maler Fritz Graßhoff (1913 – 1997) kam als Kriegsgefangener nach Heiligenhafen und lebte im Barackenlager. Hier schrieb er das „Heiligenhafener Sternsingerspiel“, dass früher zur Adventszeit aufgeführt wurde und die „Zeltlieder und Barackenverse“.
Fischerei in Heiligenhafen                                                                                                                   
Im 19. Jahrhundert begann in Heiligenhafen die Küstenfischerei. Nach 1945 flüchteten viele Fischerfamilien mit ihren Kuttern aus Ostpreußen, Danzig und Pommern nach Heiligenhafen. Sie führten hier die Hochseefischerei ein. Eine Besonderheit war die Steinfischerei, die bis Anfang der 1970er-Jahre betrieben wurde.  Hierzu findet der Besucher verschiedene Exponate. Ab 1953 wurde Heiligenhafen größter Fischereianlandeplatz der westlichen Ostsee. Das Hochseeangeln gehört seit 1965 zur Seetouristik.  Mit den Hochseefahrten des Reeders Willi Freter um 1965 blühte die Stadt auf. Viele Tagestouristen kamen in die Stadt, um auf „Butterfahrt“ zu gehen. 
Viele weitere Schätze sind im Heimatmuseum zu entdecken.
BU
Petra Mischke vor der Stele von Theodor Storm im Vorgarten des Museums
Foto: Foth